+++ Warnstreik am Montag, 2. Februar 2026! +++ Die Gewerkschaft Verdi hat die Mitarbeitenden im öffentlichen Nahverkehr am Montag, 2. Februar 2026, zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. In Frankfurt werden U-Bahnen und Straßenbahnen bestreikt. S-Bahnen, Regionalzüge und Busse werden nicht bestreikt, verkehren planmäßig und können vielfach als Alternative weiterhelfen. Im Busverkehr in Frankfurt ist mit einer spürbar höheren Nachfrage zu rechen. +++
+++ Witterungsbedingte Einschränkungen! +++ Es kommt im Bahn- und Busverkehr zu Verspätungen und Fahrtausfällen. Bitte informiere dich kurz vor Abfahrt über die aktuelle Betriebslage im Internet unter www.bahn.de oder www.rmv.de sowie über die Apps DB Navigator oder RMVgo und beachte die Ansagen und Anzeigen in den Bahnen und Bussen sowie an Bahnhöfen, Stationen und Haltestellen! Die Beeinträchtigungen werden voraussichtlich den ganzen Tag andauern. +++ Stand: 26.01.2026, 07:30 Uhr +++

GDL-Streik endet vorzeitig

Der Streik der Gewerkschaft GDL soll in der Nacht zu Montag vorzeitig beendet werden. GDL und DB wollen zurück an den Verhandlungstisch.

Ihren Streik bei der Deutschen Bahn (DB) beendet die Lokführergewerkschaft GDL vorzeitig. Anstatt bis Montagabend wird nur noch bis Montagmorgen, 2:00 Uhr, gestreikt, teilte die GDL am Samstag mit.

Der Arbeitskampf sollte ursprünglich sechs Tage dauern und erst am Montagabend enden. Fahrgäste dürften sich am Montag wieder auf einen weitgehend normalen Betrieb einstellen können. Im Güterverkehr endet der Streik am Sonntagabend um 18:00 Uhr.

Bis Anfang März keine neuen Streiks

Weitere Streiks wird es vorerst nicht geben. Den Angaben zufolge haben sich die DB und die GDL auf eine Friedenspflicht bis zum 3. März 2024 geeinigt. Über die Tarife soll unter Ausschluss der Öffentlichkeit ab 5. Februar 2024 verhandet werden.

Demnach ist es Ziel, einen Tarifabschluss bis Anfang März zu erzielen.

Verständigung nach Wochen der Eskalation

In dem verhärteten Konflikt kommt mit der nun erzielten Vereinbarung zum ersten Mal seit Wochen wieder Hoffnung auf eine baldige Lösung auf. Zwischen der DB und GDL begannen die Tarifverhandlungen Anfang November 2023. GDL-Chef Weselsky rief schon nach der ersten Runde zum Warnstreik auf. Für gescheitert erklärte er die Gespräche nach der zweiten Runde und leitete eine Urabstimmung ein. Die Zeichen standen seitdem auf Eskalation statt Verhandlung.

Zuletzt stand die Wochenarbeitszeit für Schichtarbeiter im Mittelpunkt der Debatte. Bei gleichbleibendem Lohn fordert die GDL eine Senkung von 38 auf 35 Stunden. Bislang wies die DB diese Forderung zurück.

Die DB legte vergangene Woche ein Angebot vor. Es beinhaltet für die Beschäftigen 4,8 Prozent mehr Geld ab August und weitere fünf Prozent mehr im April 2025. Diesem DB-Angebot zufolge können Lokführer und Zugbegleiter ab Januar 2026 dann zwischen einer weiteren Entgelterhöung um 2,7 Prozent oder eine Stunde weniger Arbeit pro Woche entscheiden.

Vor allem an einer zusätzlichen Einschränkung störte sich die GDL bei diesem Angebot. Die Wahloption zum 1. Januar 2026 hatte die DB unter den Vorbehalt gestellt, dass dann genügend Lokführer und Zugbegleiter angestellt sind.

(Titelbild: © Deutsche Bahn AG / Dominic Dupont)

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