ET 425 verstärkt S-Bahn-Fuhrpark

Zum Jahresende erhält der Fuhrpark der S-Bahn Rhein-Main Verstärkung: Nach und nach werden 14 Elektrotriebwagen der Baureihe 425 die bestehende S-Bahn-Flotte ergänzen. Zum Einsatz werden die zusätzlichen Fahrzeuge auf der S-Bahn-Linie S7 und dem Flughafenshuttle kommen.

Die künftigen S-Bahn-Fahrzeuge sind den bisher verkehrenden S-Bahnen sehr ähnlich und wurden zuvor auf verschiedenen Regionalzugstrecken im RMV-Gebiet eingesetzt, wie der RB58 zwischen Frankfurt und Aschaffenburg. Für den Einsatz bei der S-Bahn Rhein-Main werden die Neuzugänge umfassend modernisiert und umgebaut. Sie erhalten beispielsweise neue Sitzpolster, das übliche Fahrgastinformationssystem mit Bildschirmen im Innenraum und Schriftanzeigern innen und außen sowie eine neue LED-Innenbeleuchtung. Der Umbau eines Fahrzeugs soll etwa sechs Wochen dauern und startet im Januar 2019.

Künftig werden auch Elektro-Triebwagen der Baureihe 425 bei der S-Bahn Rhein-Main eingesetzt. 425 647 wartet am 4. Juni 2015 in Schweinfurt auf seinen nächsten Einsatz. Bild: © Thomas Lusmöller

Die ersten vier ET 425 kommen von Dezember 2018 an noch in ihrem Originalzustand in den Einsatz. Wie alle Neuzugänge erhalten auch sie später eine umfassende Modernisierung. Alle 14 Fahrzeuge sollen bis Ende 2020 umgerüstet und im Einsatz sein. Die Anzahl der Triebwagen bei der S-Bahn steigt von derzeit 191 auf 205 Fahrzeuge.

Mehr Pünklichkeit durch flexiblere Betriebsabläufe

RMV-Geschäftsführer Prof. Knut Ringat:

„Eine größere Fahrzeugflotte hilft der S-Bahn aus mehreren Gründen: Da immer mehr Fahrgäste unsere Züge nutzen, können wir zusätzliche Wagen einsetzen, um mehr Platz zu schaffen und so den Komfort zu erhöhen. Außerdem ist es mit mehr Fahrzeugen möglich, betriebliche Abläufe flexibler zu gestalten und so für eine höhere Pünktlichkeit zu sorgen

. Nicht zuletzt bieten uns zusätzliche Fahrzeuge perspektivisch die Möglichkeit, unser Angebot zu erweitern.“

Christian Roth, Leiter der S-Bahn Rhein-Main:

„Mit mehr Fahrzeugen können wir so planen, dass an den Endpunkten der S-Bahnlinien nicht mehr derselbe Zug direkt nach der Ankunft wieder in die Gegenrichtung aufbrechen muss, sondern dass ein zweiter dort schon wartet und pünktlich startet – unabhängig davon, wann der vorhergehende Zug einfährt. Diese sogenannte ‚überschlagene Wende‘ ist ein weiterer Baustein, um die S-Bahn pünktlicher und zuverlässiger zu machen. Unsere Fahrgäste werden von der größeren Fahrzeugflotte daher unmittelbar profitieren.“

Zum Einsatz soll die „überschlagene Wende“ zunächst auf der S1 kommen.

Die zusätzlichen ET 425 bieten den Fahrgästen auf ihren neuen Einsatzstrecken zudem mehr Komfort beim Ein- und Aussteigen. Sie ermöglichen insbesondere auf der S7 sowie am Reginonalbahnhof des Flughafens und am Frankfurter Hauptbahnhof einen stufenfreien Einstieg.

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