Zusätzliche ET 430 ergänzen ab 2023 die S-Bahn-Flotte

Ein Fahrgastrekord jagt den Nächsten: Im Jahr 2019 sind Fahrgastzahlen um weitere 10 Prozent auf 177 Millionen Fahrten gestiegen. Für das stetig weiter wachsende Angebot benötigt die S-Bahn Rhein-Main weitere Fahrzeuge. Deshalb verständigten sich der RMV und die S-Bahn Rhein-Main auf eine entsprechende Nachbestellung von sieben zusätzlichen Fahrzeugen der Baureihe 430 beim Hersteller Bombardier.

Der RMV will in den kommenden Jahren den Viertelstundentakt auf fast allen S-Bahn-Linien weiter ausweiten. Auch der Nachtverkehr werde gut angenommen. Für mehr Langzüge und zusätzliche Verbindungen werden weitere Fahrzeuge benötigt. Und auch die Qualität und Pünktlichkeit soll mit den zusätzlichen Fahrzeugen verbessert werden. Mit der so genannten „überschlagenen Wende“ will man den S-Bahn-Verkehr pünktlicher und zuverlässiger machen. Das heißt, dass an einigen Endpunkten nicht mehr der selbe Zug direkt in die Gegenrichtung aufbrechen muss, sondern ein zweiter Zug dort wartet und pünktlich starten kann, unabhänig wann der andere Zug einfährt. Überschlagen gewendet wird bereits auf der S1 in Ober Roden und auf der S8 in Wiesbaden. Mit den zusätzlichen Fahrzeugen soll dieses Prinzip auch auf der S2 in Niederhausen umgesetzt werden.

Zu den 91 Fahrzeugen der Baureihe 430 gesellen sich ab 2023 sieben neuen Fahrzeuge. 430 170 am 18. Juli 2014 bei Frankfurt-Sindlingen auf der S1 nach Wiesbaden. Bild: © Thomas Lusmöller

Künftig besteht die S-Bahn-Flotte aus 212 Fahrzeugen: Die Anzahl der ET 430 erhöht sich 2023 von 91 auf 98 Fahrzeuge. Zudem sind im Netz der S-Bahn Rhein-Main 100 Fahrzeuge der Baureihe 423 im Einsatz. Bis Ende 2020 wird die S-Bahn-Flotte zudem schrittweise um 14 ehemalige Regionalbahn-Triebwagen der Baureihe 425 ergänzt, die modernisiert und umgebaut werden. Die ersten Fahrzeuge kommen seit Mai 2019 auf dem Flughafen-Shuttle der S8 zum Einsatz. Im Laufe des Jahres 2020 soll dann auch die S7 umgestellt werden.

Der erste modernisierte ET 425, 425 032, am 13. Mai 2019 im Frankfurter Hauptbahnhof. Bild: © Thomas Lusmöller
Der Innenraum in den ET 425 für die S-Bahn Rhein-Main wurde modernisiert. Die Anzeige-Displays wurden an den Gelenken wurden durch Monitore ersetzt. Neue breitere Displays wurden an der Decke in Wagenmitte montiert. Bild: © Thomas Lusmöller
Auch die Mehrzweckbereiche wurden umgestaltet. Bild: © Thomas Lusmöller
Die Toilette im zweiten Mehrzweckbereich wurde ausgebaut. Bild: © Thomas Lusmöller

Das könnte dich auch interessieren:

Erhöhter Krankenstand: Fahrtausfälle am Wochenende möglich

Vom derzeit verbreiteten erhöhten Krankenstand bleibt auch die VGF nicht verschont. Vorsorglich kündigt das Unternehmen an, dass es am Freitag, Samstag und Sonntag zu Fahrtausfällen auf den U-Bahn- und Straßenbahn-Linien kommen kann. Im städtischen Busverkehr ist die Situation derzeit stabil, so dass hier nicht mit erhöhten Ausfällen gerechnet wird.

Mehr lesen »

Coronavirus: Regionaler Schienen- und Busverkehr im RMV-Gebiet mit reduzierten Fahrplan unterwegs

Der RMV und seine Partnerunternehmen haben im regionalen Schienen- und Busverkehr Fahrpläne mit eingeschränkten Fahrtenangebot abgestimmt, um auch in der Zeit während der Corona-Pandemie einen zuverlässigen Betrieb auf Basis eines Grundangebots sicherzustellen. Die Partner sorgen damit dafür, dass das ÖPNV-Angebot auch dann stabil bleibt, wenn weniger Fahrpersonal verfügbar ist. Sie tragen so dazu bei, dass Menschen, die Busse und Bahnen nutzen, zuverlässig an ihr Ziel gelangen

Mehr lesen »

Fahrplanjahr 2019: RMV verbessert Fahrplanangebot

Der Fahrplanwechsel am 9. Dezember 2018 wirft seine Schatten voraus und steht ganz im Zeichen von mehr Kapazitäten. Künftig sind die S-Bahnen länger im 15-Minuten-Takt unterwegs, zwischen Mainz und Frankfurt gibt es eine neue Regional-Express-Verbindung nördlich des Mains und die Züge im Rheingau fahren öfter. Mit neuen Fahrzeugen übernimmt außerdem die Hessische Landesbahn (HLB) das Teilnetz Südhessen-Untermain.

Mehr lesen »

Kommentar verfassen