+++ Warnstreik am Montag, 2. Februar 2026! +++ Die Gewerkschaft Verdi hat die Mitarbeitenden im öffentlichen Nahverkehr am Montag, 2. Februar 2026, zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. In Frankfurt werden U-Bahnen und Straßenbahnen bestreikt. S-Bahnen, Regionalzüge und Busse werden nicht bestreikt, verkehren planmäßig und können vielfach als Alternative weiterhelfen. Im Busverkehr in Frankfurt ist mit einer spürbar höheren Nachfrage zu rechen. +++
+++ Vorangegange Betriebsstörung! +++ Auf den S-Bahn-Linien S1 bis S6, S8 und S9 kommt es aufgrund einer vorangegangenen Betriebsstörung durch einen Schienenbruch im Bereich Konstablerwache zu Verspätungen und Fahrtausfällen. Bitte informiere dich kurz vor Abfahrt über die aktuelle Betriebslage im Internet unter www.bahn.de oder www.rmv.de sowie über die Apps DB Navigator oder RMVgo und beachte die Ansagen und Anzeigen in den Zügen sowie an Bahnhöfen! +++ Stand: 02.02.2026, 14:55 Uhr +++

Frankfurts erster Wasserstoffbus ist da: ICB startet Integration zweiter alternativer Antriebstechnologie

Ein neues Kapitel beginnt im Frankfurter Busverkehr. Der erste Wasserstoffbus ist beim städtischen Busunternehmen ICB vom Transporter auf den Betriebshof gerollt. Die 13 emissionsfreien Fahrzeuge werden in Kürze im Stadtverkehr unterwegs sein.

Beim Fahrzeugbauer Solaris hatte die ICB im vergangenen Jahr insgesamt 13 Wasserstoffbusse bestellt. Bis Mitte Juli sollen alle Fahrzeuge ausgeliefert werden. Direkt nach der Auslieferung erfolgt bei jedem Fahrzeug die technische Aufrüstung. Parallel werden die Busfahrerinnen und Busfahrer sowie das Werkstatt-Team auf die neuen Fahrzeuge eingewiesen.

Frankfurts erster Wasserstoffbus vom Typ Solaris Hydrogen nU12 auf dem Gelände des Betriebshofs Rebstock. Bild: © ICB

Der Testbetrieb auf Strecke beginnt laut Planungen im August. Im Anschluss startet der reguläre Linienbetrieb auf der Metrobus-Linie M36, die vom Westbahnhof quer durch die Innenstadt, über den Main bis zum Hainer Weg am Stadtwald führt. Ein Umlauf misst etwa 23 Kilometer, die Tagesleistung liegt bei rund 300 Kilometern.

Vorteile Wasserstoffantrieb

Im Stadtverkehr punktet die Wasserstofftechnologie im Stadtverkehr ähnlich wie die Batterie-betriebenen Varianten dadurch, dass die Fahrt leise und abgasfrei ist. Ausgestoßen werden lediglich Wasserdampf bzw. Wasser.

Die Wasserstoffbusse haben aber weitere Vorteile: Sie haben eine garantierte Reichweite von 350 Kilometern. Batteriebusse müssen im Vergleich dazu je nach Modell bereits nach 180 Kilomtern Laufleistung an die Ladestation. Daher ist der Wasserstoffantrieb bei längeren Linienwegen derzeit die einzige Alternative zum herkömmlichen Dieselantrieb.

Ein weiterer wichtiger Vorteil ist die Ladedauer: Batteriebusse müssen bis zu sechs Stunden geladen werden, während die Betankung der Wasserstoffbusse binnen 15 Minuten erledigt ist.

Technische Daten: Solaris Hydrogen nU12

Bei den 13 neuen Wasserstoffbussen handelt es sich um das Modell “Solaris Hydrogen nU12”. Von den herkömmlichen Bussen unterscheiden sich die neuen Fahrzeuge kaum. Weil die technischen Komponenten auf dem Busdach verbaut, sind sie allerdings rund 44 Zentimeter höher als Dieselfahrzeuge.

Beim Solaris Hydrogen nU12 wird durch die Wasserstofftechnik nur noch eine Hochvoltbatterie benötigt. Elektrisch und mittels Wärmepumpe wird das Heizsystem betrieben. Eine fossile Zusatzheizung ist so nicht mehr nötig und die Busse fahren vollständig emissionsfrei.

Ausgestattet sind die Fahrzeuge mit modernen Fahrerassistenzsystemen wie z. B. Abbiegeassistent rechts und links. Anstelle von Seitenspiegeln sind Kameras (MirrorEye-System) montiert, die den Fahrerinnen und Fahrern bessere Sicht ermöglichen, das Manövrieren im Stadtverkehr leichter machen und vor allem mehr Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer bedeuten.

Die klimafreundliche Wasserstofftechnologie hat das hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen aus Mitteln des Programms “Beschaffung von Elektrobussen für den öffentlichen Personennahverkehr in Hessen” gefördert. Für die 13 Busse belief sich der Förderbetrag auf 2,4 Millionen Euro.

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