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Haltestellen auf der Linie 11 werden an neue 40-Meter-Straßenbahn angepasst

Bevor die Fahrgäste in die neuen 40 Meter langen Straßenbahn einsteigen, führt die VGF an den Haltestellen zwischen Höchst und Fechenheim ein Ertüchtigungs-Programm durch.

Seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2022 ist der erste „T“-Wagen im Fahrgasteinsatz, aber noch in der Standardlänge von rund 30 Metern („T30“). Der erste 40 Meter lange Wagen („T40“) soll im Oktober 2023 nach Frankfurt kommen und nach eingehenden Prüfungen und Testfahrten ist im Laufe des Jahres 2024 die erste Fahrt auf der Straßenbahn-Linie 11 geplant.

Bevor die Fahrgäste allerdings in die neuen 40 Meter langen Bahnen einsteigen können, wird die VGF an den Haltestellen zwischen Höchst und Fechenheim ein Ertüchtigungs-Programm durchführen. Das Maß aller Straßenbahn-Dinge ist seit Jahren die Zahl 30. So haben die Fahrzeuge der Typen „R“ und „S“ eine Länge von 27,60 bzw. 30,04 Metern und folglich ist auch die Infrastruktur, also vor allem die Bahnsteige, auf die diese Länge ausgelegt.

Haltestelle „Schießhüttenstraße“ bereits abgeschlossen

Für die neuen „T40“ genannten Fahrzeuge hat die VGF als erstes die Haltestelle „Schießhüttenstraße“ in Fechenheim vorbereitet und die Anpassung Ende Februar abgeschlossen. Dabei wurde die alte Weichenanlage seit 23. Januar 2023 durch eine neue und kürze Weiche ersetzt sowie der Bahnsteig der 2001 barrierefrei umgebauten Einstiegshaltestelle von 28 auf 30 Meter verlängert worden. Der Bahnsteig der Ausstiegshaltestelle musste nicht angepasst werden.

In Fechenheim mit den Anpassungen beginnen, bot sich an, weil die Linie 11 aufgrund des Abrisses der Casella-Brücke die Endhaltestelle ohnehin nicht anfahren konnte und bis zum 3. März 2023 in der Wendeschleife an der Hugo-Junkers-Straße endete.

Weitere Anpassungen beginnen am Montag an der Haltestelle „Börneplatz“

Am Montag, 13. März 2023, beginnen nun weitere Anpassungen an der Haltestelle „Börneplatz“, die voraussichtlich Ende März abgeschlossen sein sollen. Hier verlängert die VGF den Bahnsteig an der Haltestelle in Richtung Hauptbahnhof und der Straßenraum im Bereich der Haltestelle wird angepasst.

Neben den Haltestellen „Schießhüttenstraße“ und „Börneplatz“ sind Anpassungen an weiteren Haltestellen geplant: Im 2. Quartal 2023 an der Haltestelle „Baseler Platz“, im 3. Quartal an den Haltestellen „Willy-Brandt-Platz“, „Otto-Hahn-Platz“ und „Börneplatz/Stolzestraße“, von September bis Dezember 2023 an der Haltestelle „Hauptbahnhof“ sowie im 4. Quartal 2023 an den Haltestellen „Ostbahnhof/Sonnemannstraße“, „Galluswarte“ und „Ostendstraße“.

Ein umfangreicher Bau an den barrierefreien Bahnsteigen ist nicht überall nötig. Denn die erste Tür beim „T“-Wagen liegt in Fahrtrichtung rund fünf Meter hinter der Fahrzeugfront, so dass sich beim 40 Meter langen „T40“ die fünf Türen pro Seite auf eine Länge von 28,5 Meter verteilen und die Wagen an den meisten Haltestellen an die vorhandenen rund 30 Meter langen Bahnsteige passen. Auch deshalb mussten die Bahnsteige an der Haltestelle „Schießhüttenstraße“ nicht auf 40 Meter verlängert werden.

Trotzdem sind verschiedene Bauarbeiten wie etwa Bahnsteigverlängerungen, Änderungen des Straßenraums oder an Fußgängerüberwegen, Anpassungen von Signal-Standorten, Fahrleitung sowie taktilen Elementen notwendig.

Auf der Maßnahmen-Liste stehen mit „Baseler Platz“ und „Otto-Hahn-Platz“ auch Haltestellen, die nicht entlang der Linie 11 liegen. Es handelt sich hier aber um Haltestellen auf einer der wichtigsten Umleitungsstrecke, die über Sachsenhausen führt und regelmäßig bei Betriebsstörungen in der Innenstadt auch von der Linie 11 angefahren werden.

Anpassen wird die VGF außerdem die Fahrsignale an der Haltestelle „Nied Kirche“. Notwendig sind auch geringfügige Arbeiten an bzw. Prüfungen an der Fahrleitung in den Bereichen der Haltestellen „Birminghamstraße“, „Rebstöcker Straße“, „Rohrbachstraße/Friedberger Landstraße“ und „Saalburg-/Wittelsbacherallee“. Geändert werden müssen zudem die Position von Geländern an den Haltestellen „Luthmerstraße“, „Nied Kirche“, „Platz der Republik“ und „Waldschmidtstraße“. Parallel dazu wird das Straßenverkehrsamt an 18 Ampeln die Software anpassen.

Mehr Platz pro Fahrt

Für den Ersteinsatz der „T40“ wurde die Linie 11 als stark frequentierte Durchmesserlinie vorgesehen, um hier die Kapazität pro Fahrt signifikant zu vergrößern. Während ein normaler, dreiteiliger „T30“ 191 Fahrgästen Platz, davon 56 auf Sitzplätzen, bietet, fasst ein mit zusätzlichen Modul verlängerter „T40“ 248 Fahrgäste, davon 78 auf Sitzplätzen.

(Titelbild: © Benjamin Huber)

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