Den Zuschlag für beide Lose des Vergabeverfahrens Regionalverkehr Mainfranken haben die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) und der Rhein-Main-Verkehrsbund (RMV) an das Eisenbahnverkehrsunternehmen BeNEX erteilt. Von Dezember 2030 bis Dezember 2042 wird das Unternehmen im Großraum Würzburg insgesamt 7,2 Millionen Zugkilometer pro Jahr mit neuen Zügen anbieten. BeNEX wird dann den bisherigen Betreiber DB Regio ablösen, der bislang stets den Nahverkehr in dieser Region bedient hatte.
Nach der rechtskräftigen Zurückweisung des Nachprüfungsantrags der DB Regio durch Vergabekammer Südbayern, konnte nun der Zuschlag erfolgen. Im Oktober 2025 hatte DB Regio Rechtsmittel eingelegt, nachdem die BEG angekündigt hatte, den Zuschlag an BeNEX vergeben zu wollen.
Das Netz Regionalverkehr Mainfranken umfasst den Betrieb der Regionalzug-Linien im Großraum Würzburg und reicht auch nach Hessen in den RMV-Raum hinein. Das Los 1 umfasst die Express-Linien RE10 zwischen Würzburg und Nürnberg über Neustadt (Aisch), RE54 zwischen Frankfurt und Bamberg über Würzburg und Schweinfurt sowie RE55 zwischen Frankfurt und Würzburg. Das Los 2 umfasst die Regio-S-Bahn-Linien rund um Würzburg über Gemünden und Jossa nach Flieden, nach Marktbreit, nach Kitzingen sowie über Schweinfurt nach Bamberg, die an allen Stationen halten. Der Start des neuen Verkehrsvertrags im Dezember 2030 markiert auch den Einstieg in die Regio-S-Bahn Mainfranken, dem zweiten Regio-S-Bahn-System in Bayern nach der Regio-S-Bahn Donau-Iller.
Unter dem Marknamen agilis betreibt BeNEX mit zwei Tochtergesellschaften mehrere Regionalzug-Linien im Nordosten und in der Mitte Bayerns. Diese Netze haben in den Qualitätsrankings der BEG oft Spitzenplätze erreicht.
Bei agilis freut man sich über den Zuschlag des Netzes Regionalverkehr Mainfranken und sieht durch die Vergabe die Zukunft des Unternehmens gesichert. Bei agilis beginnt man mit der Vorbereitung zum Betriebsstart und schafft entsprechende interne Strukturen. Mit dem derzeitigen Betreiber werde man sich unmittelbar in Verbindung setzen, um insbesondere den Übergang der Beschäftigten zu ermöglichen. Außerdem werden neue Fahrzeuge bestellt. Beschafft werden Triebzüge des Typs Mireo, die das Unternehmen bereits im Netz Regensburg/Donautal einsetzt, sowie des Typs Desiro HC vom Hersteller Siemens Mobility.


