ICB verjüngt Fuhrpark mit 60 neuen Bussen

Nach dem Abschluss von europaweiten Ausschreibungen hat die städtische In-der-City-Bus GmbH (ICB) 60 neue Busse, darunter elf Elektrobusse, bestellt. Damit verjüngt das Unternehmen seine Fahrzeugflotte und bereitet sich auf die Übernahme des Busbündels C vor. Ein Großteil der Neuzugänge soll zum Fahrplanwechsel im Dezember vom ICB Betriebshof im Rebstock in den Frankfurter Straßenverkehr rollen. Wie von städtischen Gremien beschlossen, wird das städtische Unternehmen ab 13. Dezember 2020 etwa die Hälfte der Busverkehrsleistungen für die Stadt Frankfurt am Main als Direktvergabe im Auftrag der lokalen Nahverkehrsgesellschaft traffiQ erbringen.

Mehr Elektromobilität auf innerstädtischen Strecken

Insgesamt elf Elektrobusse hat die ICB im Januar 2020 bestellt. Davon liefert Ferrostaal Equipment Solutions neun E-Gelenkbusse des spanischen Herstellers Irizar. Vom Hersteller Caetano aus Portogal kommen zwei E-Solobusse. Die E-Busse sollen rund um den Hauptbahnhof auf den Bus-Linien 33 und 37 im Gutleutviertel eingesetzt werden. Damit knüpft man an das Konzept rund um den Uni-Campus Westend auf der Bus-Linie 75 an, die seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2018 komplett elektrisch betrieben wird. Das hessische Wirtschaftsministerium förderte die Anschaffung der neuen E-Busse mit 2,8 Millionen Euro.

Die neuen E-Gelenksbusse für die Bus-Linie 37 im Gutleutviertel. Visualisierung: © In-der-City-Bus GmbH / Irizar e-mobility

Im Herbst 2020 kommen also mit den E-Modellen von Caetano und Irizar zwei neue Herstellermarken auf den ICB-Betriebshof. Bevor es aber soweit ist, stehen der Aufbau der erforderlichen Ladeinfrastruktur sowie die Erweiterung des Netzanschlusses am Busbetriebshof Rebstock auf der Agenda. Bei der ICB freut man sich auf die umweltfreundlichen Neuzugänge, gerät aber auf dem Betriebshof an die Grenze für die Ladung von Elektrobussen.

Weitere Verjüngung des Fuhrparks

Im Januar hat die ICB nicht nur die elf E-Busse bestellt, sondern auch 49 Busse mit herkömmlichen Dieselmotoren, die die Grenzwerte der Schadstoffklasse Euro VI erfüllen. Der Hersteller Solaris liefert 21 Solo- und acht Gelenkbusse. Zudem liefert der Hersteller MAN weitere 20 Solobusse.

Und auch wenn die Verbrennungsmotoren dem modernsten Standard genügen, hat die Stadt Frankfurt am Main das Ziel ausgerufen, bis 2030 die Dieselbus-Flotte gegen Fahrzeuge mit alternativen Antreiben auszutauschen. Nach den E-Bussen mit Batterie wird mit Brennstoffzellenbussen eine zweite klimaneutrale Technolgie vom Betriebshof der ICB in den Stadtverkehr rollen. Derzeit arbeitet die ICB an einer Ausschreibung über 22 Brennstoffzellenbusse, die 2021 in den ICB-Fuhrpark integriert werden. Im Zuge dessen befasst sich das städtische Unternehmen mit einem Konzept für eine Wasserstoff-Tankstelle, damit die Busse auf dem eigenen Betriebshof auch betankt werden können. Verkehrsdezernent Klaus Oesterling freut sich, dass mit Realisierung dieses Projekts bereits in naher Zukunft ein Drittel aller Fahrzeuge der ICB klimaneutral fahren werden.

Neue Technolgien und Komfort

Auf besondere Ausstattungsmerkmale wurde sowohl bei den E-Bussen als auch bei den Dieselbussen geachtet. Alle neuen Fahrzeuge werden mit einem Kollisionswarnsystem ausgestattet. Der Einsatz von Kamera- und Bilderkennungssoftware soll dafür sorgen, dass Verkehrsteilnehmer im toten Winkel und im Frontbereich des Fahrzeugs erkannt werden. Mit diesem Kamerasystem verfügen die Fahrer sozusagen über ein „drittes Auge“, das sich in einer Testphase im Betriebsalltag bestens bewährt habe. Außerdem werden zum Teil Kamerasysteme die Außerspiegel ersetzen. Beide Systeme stehen für mehr Sicherheit.

Auch mehr Komfort wird es geben: Die neuen Busse werden mit leistungsfähigeren Klimaanlagen ausgestattet. Sie sollen Ausfälle weitestgehend vermieden und in den heißen Sommermonaten für kühle, frische Luft sorgen.

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