Auch nach den Osterferien bleibt das Nahverkehrsangebot zwischen Südbahnhof und Heddernheim auf dem Niveau des Ferienfahrplans der U-Bahn-Linie U8 leicht reduziert. VGF und traffiQ reagieren damit auf die aktuelle Betriebssituation auf der wichtigsten U-Bahn-Strecke von der Innenstadt in den Frankfurter Norden entlang der Eschersheimer Landstraße.
Die Anpassung, die sich in den letzten beiden Wochen während der Osterferien bewährt hat, betrifft nur die Hauptverkehrszeiten. Auf dem gemeinsamen Streckenabschnitt zwischen Südbahnhof und Heddernheim fahren montags bis freitags zwischen 6:00 Uhr und 9:00 Uhr sowie zwischen 16:00 Uhr und 19:00 Uhr nur noch 20 statt 24 Züge je Stunde und Richtung. Die Kurzfahrten zwischen Südbahnhof und Heddernheim, die im Fahrplan der Linie U8 zugeordnet sind sowie drei bzw. vier Verstärkerfahrten am Morgen und am frühen Abend von und nach Riedberg und die dazugehörigen Ein- und Ausrückfahrten können bis auf Weiteres nicht fahren.
Ferienfahrplan gilt auch außerhalb der Ferien
Grund für die Reduzierung des Fahrtenangebots ist ein seit Januar bestehendes Begegnungsverbot für U-Bahnen auf der Brücke Am Weißen Stein. Dies hatten VGF und das für die Brücke zuständige Amt für Straßenbau und Erschließung (ASE) vereinbart, um die Belastung der Brücke präventiv zu reduzieren.
An der Brücke hatten sich bei den Brückenprüfungen des ASE – rein rechnerisch – statische Defizite ergeben. Im Zusammenhang mit dem S6-Ausbau war zur Sicherung ein Kollapsrahmen unter der Brücke angebracht worden. Im März 2026 hatte das ASE zudem ein neues Überwachungssystem an der Brücke installiert. Dabei handelt es sich um eine Vorsichtsmaßnahme der Stadt Frankfurt am Main, um die Sicherheit der Brücke mit Hilfe eines hochpräzisen Monitorings vorausschauend im Blick zu behalten.
Kürzlich vergeben hat darüber hinaus die Stadt Frankfurt am Main die Objektplanung der in die Jahre gekommenen Brücke, die aus drei Teilbrücken besteht. In einigen Jahren soll der Neubau starten. Die installierten Sicherheitssysteme bleiben bis dahin bestehen.
Nun hat die Praxis gezeigt, dass durch das Begegnungsverbot für die U-Bahn-Fahrzeuge auf der Brücke die bisher gewohnte Zugfolge nicht zuverlässig angeboten werden kann. Im dichten Angebot auf der stark genutzten Strecke lassen sich die entstehenden Verzögerungen in den Hauptverkehrszeiten nicht ausgleichen. Deshalb bleibt das Angebot von Montag, 13. April 2026, an auf dem Niveau des Ferienfahrplans gedrosselt.
Verstärkungsfahrten entfallen, dafür längere Züge auf der U8
Konkret bedeutet das, dass die in den Fahrplänen mit einem „S“ – für: verkehrt nur an Schultagen – gekennzeichneten Verstärkerfahrten der Linie U8 vorübergehend nicht fahren. Es bleibt aber den gesamten Tag über beim 15-Minuten-Takt auf der Linie U8 von und nach Riedberg. Unverändert bleibt auch das Angebot der Linien U1, U2 und U3.
Für die leichte Reduzierung des Fahrtenangebots wird als Ausgleich die Kapazität der noch verkehrenden Züge erhöht. So verkehrt die Linie U8 montags bis freitags stets mit Vier- statt Drei-Wagen-Zügen.
Für die Fahrgäste wollen traffiQ, VGF und ASE so schnell wie möglich zum vollen Angebot zurückkehren. Dazu ist man aber auf die Ergebnisse des Monitoringsystems über einen längeren Zeitraum hinweg angewiesen. Zum künftigen Betrieb auf der wichtigsten Frankfurter U-Bahn-Strecke können dann auf der Datengrundlage des Monitorings Entscheidungen getroffen werden.


