Corona-Pandemie: Wichtige Informationen zu Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr

Seit dem 13. März 2020 gingen nahezu täglich, teilweise sogar stündlich, neue Informationen über Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr aufgrund der Corona-Pandemie ein. Der öffentliche Nahverkehr wurde teilweise auf Ferien-, Samstags- oder Sonntagsfahrpläne umgestellt. Dazu gab und gibt es Einschränkungen von Service-Angeboten. Seit dem 20. April 2020 kehren die Verkehrsunternehmen wieder nach und nach zum Regelangebot zurück.

Unser ÖPNV online extra soll an dieser Stelle versuchen, diese Informationen möglichst zeitnah und überischtlich darzustellen, und den Menschen einen einfachen und verständlichen Überblick zu geben, die trotz der Corona-Pandemie weiterhin auf den öffentlichen Nahverkehr angewiesen sind, um beispielsweise weiterhin ihren Arbeitsplatz zu erreichen, weil Home Office schlicht nicht möglich ist oder sie in Berufen arbeiten, die derzeit systemrelevant sind. Zudem enthält diese Extra-Seite weiterführende Links zu weiteren Informationen.

Das ÖPNV online extra beschränkt sich auf die Informationen von U-Bahnen, Straßenbahnen und Busse in Frankfurt am Main, auf die S-Bahnen im Rhein-Main-Gebiet sowie auf die Regionalzüge, die das Frankfurter Stadtgebiet ansteuern.

Inhaltsverzeichnis

Unterwegs mit Bus und Bahn trotz Coronavirus

Der RMV und die lokalen Nahverkehrsgesellschaften haben mit ihren Partnerunternehmen im regionalen und lokalen Schienen- und Busverkehr Fahrpläne mit einem eingeschränktem Fahrtenangebot abgestimmt. Somit soll trotz der Corona-Epidemie ein zuverlässiger Betrieb auf Basis eines stabilien Grundangebots für die Fahrgäste sichgestellt und gleichzeitig eine sichere Arbeitsatomosphäre für das Fahrpersonal geschafft werden.

Alle S-Bahn-Linien verkehren nach Regelfahrplan.

Alle Regionalzug-Linien verkehren nach Regelfahrplan.

Auf der RB10 entfallen in diesem Jahr die ab 25. April 2020 in der Sommersaison geplanten Verstärkungsfahrten an Samstagen, Sonn- und Feiertagen zwischen Assmannshausen und Frankfurt Hauptbahnhof.

Alle U-Bahn-Linien verkehren nach Regelfahrplan.

Alle Straßenbahn-Linien verkehren nach Regelfahrplan.

Der Ebbelwei-Expreß ist bis auf weiteres im Linien- und Anmietverkehr eingestellt.

Alle Bus-Linien in Frankfurt verkehren nach Regelfahrplan.

Letzte Aktualisierung: 15.06.2020, 13:40 Uhr

Je nach aktueller Lage ist mit erneuten Einschränkungen und vereinzelten Fahrtausfällen zu rechnen. Aufgrund der Kurzfristigkeit berücksichtigen die Auskunftsysteme nicht alle Fahrplanänderungen. Geänderte Fahrplantabellen können, sofern sie vorliegen, im Internet unter www.rmv.de heruntergeladen werden.

Wichtige Links zu den Verkehrsunternehmen

Zahlreiche Verkehrsunternehmen und der RMV haben ebenfalls Sonderseiten eingerichtet auf denen weitere Informationen zu finden sind:

Pflicht zum Mund-Nase-Schutz in öffentlichen Verkehrsmitteln

Vom 27. April 2020 an gilt nach Beschluss der hessischen Landesregierung in öffentlichen Nachverkehr eine „Mund-Nasen-Bedeckungspflicht. Die betrifft sowohl die U-Bahnen, Straßenbahnen und Busse in Frankfurt als auch die S-Bahnen, Regionalzüge und -busse. Die Verkehrsunternhemen bitten alle Fahrgäste diese Pflicht zu beachten, denn der 1,5-Meter-Sicherheitsabstand gilt nicht in Bussen und Bahnen und kann dort auch nicht immer eingehalten werden. Masken bzw. Mund-Nasen-Bedeckungen sollen dazu beitragen, sich untereinander vor Infektionen zu schützen, gerade wenn nach verschiedenen Lockerungen des „Lockdowns“ die Zahl von Fahrgästen im öffentlichen Nahverkehr wieder steigen wird.

In den kommenden Tagen wird zusätzlich das Kontrollpersonal der VGF unterwegs sein, um Fahrgäste – unter Wahrung des Sicherheitsabstands und mit Mund-Nasen-Bedeckungen ausgestatt – auf die Pflicht aufmerksm zu machen. Sie erinnern außerdem daran, dass es für Fahrgäste noch eine andere Pflicht gibt: nämlich die, eine gültige Fahrkarte für die Fahrt in Bussen und Bahnen parat zu haben.

Masken für das Fahrpersonal

Auch das Fahrpersonal hat die VGF mit Masken und Mund-Nasen-Bedeckungen ausgestattet. Diese werden sie beim Gang durch die Fahrzeuge oder anderem Kundenkontakt tragen. Bei ihrer Arbeit in der abgeschlossenen Fahrerkabine sind sie dazu aber nicht verpflichtet.

Service-Angebote werden teilweise wieder hochgefahren

Auch bei den Service-Angeboten kam und kommt es zu vielen Einschränkungen. Die Aufrufe, soziale Kontakte im privaten wie im öffentlichen und beruflichen Umfeld zu reduzieren, sind uns allen bekannt. Deshalb haben die Unternehmen zahlreiche Vertriebsstellen und Service-Angebote für den Publikumsverkehr eingeschränkt, um Mitarbeiter und Kunden zu schützen.

Geschlossene Vertriebsstellen öffnen wieder

Die seit Mitte März geschlossene Verkehrsinsel an der Hauptwache und das VGF-TicketCenter in der B-Ebene der Station „Hauptwache“ öffnen ab Montag, 4. Mai 2020, wieder zu den gewohnten Zeiten. Auch die anderen RMV-Mobilitätszentralen und RMV-MobilitätsInfos in Hessen sind bereits wieder geöffnet oder öffnen im Laufe der ersten Maihälfte. Teilweise gelten noch geänderte Öffnungszeiten, über die man sich unter www.rmv.de informieren. Zum Schutz von Mitarbeitern und Kunden gibt es allerdings Zugangsbeschränkungen, wie etwa in der Verkehrsinsel, in der sich stets nur maximal zwei Kunden aufhalten dürfen, oder im VGF-TicketCenter, in dem nur maximal vier Kunden an den Schaltern gleichzeitig bedient werden.

Geöffnet sind auch wieder der Infopunkt in der Station „Hauptwache“ am Bahnsteig der U-Bahn-Linien U1, U2, U3 und U8 in Richtung Südbahnhof, der Infopavillon an der Straßenbahn-Haltestelle „Hauptbahnhof“ sowie das VGF-ServiceCenter in der Station „Bockenheimer Warte“, das die erhöhten Beförderungsentgelte bearbeitet.

Eingeschränkt erreichbar ist das Fundbüro der VGF. Es ist montags geschlossen. Dienstags bis freitags steht der Service von 8:00 Uhr bis 12:00 Uhr zur Verfügung. Der Ordnungsdienst ist weiterhin in Stationen und Fahrzeugen präsent. Und auch der Fahrgastbegleitservice wird, wenn auch in Einzelfällen mit Einschränkungen, weiterhin angeboten.

„Prüfdienst, die Fahrkarten bitte!“

Ab Montag, 4. Mail 2020, nimmt auch das Kontrollpersonal wieder seine Arbeit auf. Ausgestattet mit einer Mund-Nasen-Bedeckung sowie Desinfektionsmittel werden in den öffentlichen Verkehrsmitteln auch wieder Fahrkarten geprüft. Dies geschiet mit dem notwendigen Sicherheitsabstand und nach Möglichkeit kontaktlos. Außerdem soll der Prüfdienst Fahrgäste ohne Mund-Nasen-Bedeckung auf die Pflicht hinweisen.

Verkehrsmuseum geschlossen, Ebbel-Ex bleibt weiterhin im Depot

Geschlossen bleibt weiterhin das Verkehrsmuseum in Schwanheim. Auch der Ebbelwei-Expreß verlässt weiterhin das Depot nicht, weder für Fahrten im Linienverkehr noch im Anmietverkehr. Ebenfalls nicht im Einsatz ist bis auf weiteres Info-Bus der VGF.

Weitere Maßnahmen

Kein Vordereinstieg in Bussen

In den meisten Bussen bleibt die erste Tür bis auf weiteres geschlossen. Die Fahrgäste werden gebeten auf die zweite und ggf. dritte Tür auszuweichen. Der Fahrkartenverkauf in den Bussen ist dadurch ebenfalls nicht mehr möglich. Es besteht allerdings weiterhin eine Fahrkartenpflicht. Fahrkarten können vor Fahrtantritt als Zeitkarte, über die RMV-App oder spätestens beim Umstieg an einer Station oder Haltestelle mit Fahrkartenautomaten von den Fahrgästen erworben werden.

Sitzplätze hinten den Fahrkabinen in den U-Bahnen gesperrt

Analog zu den Absperrungen der vorderen Türen in Bussen bleiben auch in den U-Bahnen die Sitzplätze hinter den genutzten Fahrerkabinen gesperrt. Die Absperrungen sollen bei hohem Fahrgastaufkommen jedoch entfernt werden.

Die Absperrung der Sitzplätze hinter Fahrerkabine in den Straßenbahnen der Typs „S“ sowie die Absperrung des Türbereichs hinter der Fahrerkabine in den Straßenbahnen des Typs „R“ wurden bereits entfernt.

Vorsicht! Türen öffnen automatisch

Damit Fahrgäste die Türtaster nicht mehr drücken müssen, ist das Fahrpersonal aufgefordert worden, an allen Haltestellen und Stationen die Türen zentral zu öffnen. Dies ist lediglich bei den älternen Niederflurwagen vom Typ „R“ sowie den Hochflurwagen vom Typ „Pt“ nicht möglich. Auch bei vielen Regionalzügen und S-Bahnen öffnen sich die Türen an den Bahnhöfen automatisch.

Reinigung intensiviert

Die Verkehrsunternehmen haben zusätzlich die Reinigung der Fahrzeuge intensiviert. Zusätzlich zur regulären Reinigung werden die Fahrzeuge nachts in Betriebshöfen teilweise desinfiziert. Eine Desinfizierung im laufenden Betrieb ist nicht möglich.

Neuigkeiten

Busse erhalten Trennscheiben

Nach und nach werden die Frankfurter Stadtbusse in den kommenden Wochen mit Trennscheiben im Fahrerbereich ausgestattet. Sie dienen sowohl dem Schutz der Fahrgäste als auch dem Fahrpersonal vor Infektionen mit dem Corona-Virus. Seit Beginn der Corona-Pandemie im März wurde bundesweit in Linienbussen die vordere Tür gesperrt und der Fahrkartenverkauf durch das Fahrpersonal eingestellt. Zum Schutz des Fahrpersonals und der Fahrgäste war dies ein notwendiger Schritt.

Weiterlesen »

Gemeinsam gegen das Virus

Das Coronavirus wird durch Tröpfcheninfektion übertragen, also durch Niesen oder Husten, bei einem Abstand von weniger als zwei Metern zu einer erkankten Person oder über die Hände, wenn sich dort ansteckende Tröpfchen befinden und Nase, Mund und Augen berüht werden.

Deshalb ist es wichtig ein paar Hygienetipps zu beachten:

  • Häufig gründliches Hände waschen mit Wasser und Seife (mindestens 20 Sekunden).
  • Abstand halten zu anderen Personen.
  • In ein Taschentuch oder die Armbeuge niesen und husten.
  • Darauf achten sich mit den Händen nicht ins Gesicht zu fassen. Besonders darauf achten weder Nase, Mund und Augen zu berühren.
  • Wenn möglich Menschenmassen zu vermeiden.

Das nachstehende Video enthält nützliche Informationen über das Coronavirus und Empfehlungen.

Wichtige Informationsquellen über das Virus und dessen Ausbreitung gibt es im Internet beim Bundesministerium für Gesundheit, beim Robert-Koch-Institut, bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung sowie beim Hessischen Ministerium für Soziales und Integration.

Die hessische Landesregierung hat zahlreiche Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus erlassen. Diese sind unter www.hessen.de zusammengefasst.