Alternative Antriebe für die Klimawende in Frankfurt

Der Frankfurter Busverkehr wird elektrisch und das soll man auch sehen! Die Elektrobusse erhalten ein auffälliges Design und eine Kampagne soll die Vorteile und positiven Effekte der Busse herausstellen.

Mit der Kampagne von traffiQ werden technische Begrifflichkeiten der Elektrifizierung des Busverkehrs emotional erlebbar. Bild: © traffiQ Frankfurt am Main

Konsequent stellt die Stadt Frankfurt am Main den Busverkehr weiter auf elektrisch betriebene Busse um. Im Stadtbild soll diese Entwicklung auch sichtbar werden, denn die städtische Nahverkehrsgesellschaft traffiQ wird alle Elektrobusse mit dem auffälligen „Stromer-Design“ versehen. Seit ein paar Wochen wird zudem mit ansprechenden Motiven, mit denen die Vorteile und positiven Effekte des alternativen Antriebs herausgestellt werden, für die Busse und die Internetseite mehr.rmv-frankfurt.de/zukunft geworben.

Mehr Luftqaulität, mehr Ruhe

In Frankfurt ist man mit Bussen mit alterntiven Antrieben emissionsfrei unterwegs, d. h. bei der Fahrt auf den städtischen Straßen entsehen keine Emissionen. Der Nahverkehr leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Senkung der Stickoxide in der Luft. Zudem kommt eine deutliche Verminderung der Lärmemissionen hinzu.

Spürbar ist diese nicht nur von außen, sondern auch im Innenraum. Das macht das Fahren mit den E-Bussen noch komfortabler. Geladen werden die Busse ausschließlich mit Ökostrom. Dabei stellen die Busse der Metrobus-Linie M60 eine Besonderheit da. Sie werden im Müllheizkraftwerk Frankfurt in Heddernheim mit „grünem“ Strom aus der Müllverbrennung geladen.

Schnellerer E-Ausbau

Um einen nachhaltigen und klimagerechten ÖPNV zu schaffen, setzt die Stadt Frankfurt am Main auf alternative Antriebe bei Bussen und beschleunigt den E-Ausbau weiter. So werden zum Neustart des Busbündel B im Frankfurt Westen nicht wie ursprünglich geplant 18, sondern insgesamt 27 elektrische Busse zum Einsatz kommen. Sie sollen auf den Bus-Linien 50 und 59 sowie der Nachtbus-Linie N11 zum Einsatz kommen.

Binnen eines Jahres wächst die E-Busse-Flotte, zusammen mit den 13 Brennstoffzellenbussen, die ab Mitte 2022 auf der Metrobus-Linie 36 zum Einsatz kommen sollen, von 41 auf 81 Fahrzeuge an. Das sind 19 Prozent der gesamten Frankfurter Busflotte.

Durch ihre auffällige Gestaltung werden Frankfurts E-Busse im Stadtgebiet präsenter. Bild: © traffiQ / Helmut Vogler

Eine der modernsten und umweltfreundlichen Busflotten

Als erste hessische Bus-Linie fährt die Linie 75 seit 2018 emissionsfrei. Zu Beginn des Fahrplanjahrs 2021 im Dezember 2020 konnte die Metrobus-Linie M60 auf batterieelektrische Busse umgestellt werden. Im Frühjahr 2021 folgten dann die Bus-Linien 33 und 37 im Gutleutviertel und zum vergangenen Fahrplanwechsel im Dezember 2022 die Linien 52 und 87. Insgesamt sind auf den Linien 41 Elektrobusse unterwegs, was aktuell 10 Prozent der gesamten Frankfurter Stadtbusflotte entspricht.

Aber auch die Dieselbusflotte pflegt einen hohen Umweltstandard: Die Frankfurter Stadtbusflotte mit über 400 Fahrzeugen ist bundesweit eine der modernsten und umweltfreundlichsten. Dabei erfüllen 310 Fahrzeuge (76%) die anspruchvollste Norm, Euro VI. Weitere 57 Busse (14%) erfüllen den EEV-Standard.

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