Ab Mittwoch halten S-Bahnen und Regionalzüge endlich wieder im Wiesbadener Hauptbahnhof

Die vier betroffenen Verkehrsunternehmen – DB Regio, Hessische Landesbahn, VIAS und vlexx – nehmen am Mittwoch 22. Dezember 2021, wieder den Zugverkehr zum Wiesbadener Hauptbahnhof auf.

Als erste Ankunft ist eine S-Bahn um 0:54 Uhr vorgesehen. Als erster planmäßiger Zug startet nach sechsmonatiger Sperrung voraussichtlich um 3:18 Uhr eine Fahrt der S-Bahn-Linie S8 im Wiesbadener Hauptbahnhof.

Mit dem Start des Zugverkehrs enden verschiedene Ersatzmaßnahmen wie der Schienenersatzverkehr mit Bussen. Die zusätzlich eingerichtete Bus-Linie 928 fährt noch bis einschließlich Donnerstag, 23. Dezember 2021, und die Ausweitung des Platzangebots auf der Ländchesbahn (RB21) wird noch bis Heiligabend fortgeführt. Von und nach Hofheim finden bis auf weiteres die Zusatzfahrten auf der Expressbus-Linie X26 weiterhin statt.

Die ersten Zugfahrten im Wiesbadener Hauptbahnhof

  • S1 von/nach Ober Roden: Ankunft 0:54 Uhr, Abfahrt 3:35 Uhr
  • S8 von/nach Hanau Hauptbahnhof: Ankunft 1:14 Uhr, Abfahrt 3:18 Uhr
  • RB10 nach Neuwied: Abfahrt 5:33 Uhr
  • RB10 von Rüdesheim nach Frankfurt Hauptbahnhof: Ankunft 5:25 Uhr, Abfahrt 5:32 Uhr
  • RB33 von Budenheim: Ankunft 7:32 Uhr
  • RB75 nach Aschaffenburg Hauptbahnhof: Abfahrt 4:36 Uhr
  • RB75 von Darmstadt Hauptbahnhof: Ankunft 5:48 Uhr

Baumaßnahmen enden planmäßig

Einen Großteil des Infrastrukturaufbaus hatten Bauteams der DB und beauftragter Firmen bereits in den vergangenen Wochen erledigt. Parallel zu den Arbeiten an Gleisen errichteten Fachkräfte die restliche Oberleitungsanlage und stellten die Signaltechnik wieder her. Insgesamt verbaute die DB an der Strecke etwa 500 Meter Gleise, 450 Tonnen Schotter und rund 6.600 Meter Oberleitung.

Eine 35 Meter lange und 100 Tonnen schwere Universal-Stopfmaschine mit mehreren Metallgreifern brachte in der vergangenen Woche den Schotter für einen verlässlichen Bahnverkehr in die richtige Position und Festigkeit. Bild: © DB AG / Julia Katzenbach-Trosch

Nach Betriebsaufnahme am Mittwoch führt die DB parallel noch letzte Restarbeiten durch, die jedoch keinen Einfluss auf den Bahnverkehr haben. Dabei handelt es zum Beispiel um Materiallagerflächen, die aufgeräumt und zurückgebaut werden.

Salzbachtalbrücke sackte ab

Nach einer Absenkung der Salzbachtalbrücke musste die Autobahn A66 zwischen den Anschlussstellen Wiesbaden-Biebrich und Mainzer Straße Mitte Juni voll gesperrt werden. Unter der schadhaften und inzwischen gesprengten Brücke konnten seitdem weder Züge noch Kraftfahrzeuge fahren.

S-Bahnen endeten in „Wiesbaden Ost“ und „Mainz-Kastel“. Die Züge der Rheingau-Linie wurden zwischen „Wiesbaden-Biebrich“ und „Mainz-Kastel“ über eine andere Strecke umgeleitet und die RB75 aus Aschaffenburg endete bereits im Mainzer Hauptbahnhof. Zum Wiesbadener Hauptbahnhof richteten die betroffenen Verkehrsunternehmen Schienenersatzverkehr mit Bussen ein. Zusätzlich wurde die Fahrgäste auf den Stadt- und Regionalbusse verwiesen. Auf der Schiene war die Landeshauptstadt lediglich mit der RB21 von Niedernhausen erreichbar.

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