Dein Nahverkehr in
Frankfurt am Main

Fahrplan 2022: Mehr Metrobus, mehr E-Busse und neue Verbindungen

Der Fahrplanwechsel am Sonntag, 12. Dezember 2021, bringt im städtischen Nahverkehr nur wenige Neuerungen und kleinere Ergänzungen: Eine neue Metrobus-Linie, eine neue E-Bus-Linie, zwei ganz neue Verbindungen sowie viele weitere Verbesserungen auf vielen Linien.

Die Zahl der Metrobus-Linien, die mit einem dichten Taktangebot und Fahrten rund um die Uhr für sich werben, steigt auf neun. Auf elektrischen Betrieb sind binnen eines Jahres fünf weitere Bus-Linien umgestellt worden. Mehr als 40 E-Busse sind ab Sonntag auf Frankfurts Straßen unterwegs. Zudem entstehen neue Verbindungen zwischen Griesheim und Rebstock sowie zwischen Weißer Stein und Ginnheim. Auf vielen Linien wird die Zahl der Fahrten oder der eingesetzten Wagen erhöht.

Neue Metrobus-Linie mit „Taktversprechen“

Acht Metrobus-Linien fahren seit Dezember 2020 durch Frankfurt am Main. Mit der Linie M46 kommt in diesem Jahr eine weitere Linie hinzu. Metrobus-Linien verkehren besonders häufig, fahren also ein „Metro-ähnliches Angebot“. Gekenntzeichnet ist es durch das 24/7-Angebot und dem „Taktversprechen“ tagsüber mindestens alle zehn Minuten, an Sonn- und Feiertagen viertelstündlich und nachts jede halbe Stunde.

Als Vorlaufbetrieb für die im Bau befindliche Verlängerung der U-Bahn-Linie U5 hat die Metrobus-Linie M46 eine besondere Rolle. Gegenüber heute wird das Angebot erheblich ausgeweitet. Der M46 fährt die meiste Zeit des Tages alle zehn Minuten statt bisher viertelstündlich. In der morgendlichen Verkehrsspitze fährt er sogar abschnittsweise alle drei bis vier Minuten. Am späten Abend ist er viertelstündlich unterwegs. Und nachts fährt er nicht nur wie bisher am Wochenende, sondern täglich nächtlich alle 30 Minuten.

Ab Fahrplanwechsel ist das städtische Busunternehmen In-der-City-Bus (ICB) neuer Betreiber des M46.

Weitere Bus-Linien „elektrifiziert“

Die Stadt Frankfurt am Main stellt den Stadtbusverkehr konsequent weiter auf Zero-Emission-Fahrzeuge, also auf elektrisch betriebene Busse, um. Mit den Bus-Linien 52 und 87 werden ab 12. Dezember 2021 zwei weitere Linien komplett mit E-Bussen betrieben. Binnen eines Jahres sind dann fünf Linien auf einen lokal emissionsfreien Betrieb umgestellt worden. Im kommenden Jahr folgen weitere.

Mit der Metrobus-Linie M60 konnte vor einem Jahr eine Linie des neuen Premiumprodukts auf betterieelektrische Busse umgestellt werden. Die Bus-Linien 33 und 37 folgten im Frühjahr. Anfang 2022 werden zehn Prozent der gesamten Busflotte elektrisch betrieben. Die Linie 75 fährt als erste hessische Bus-Linie bereits seit 2018 komplett lokal emissionsfrei.

Gerade in eng bebauten Stadtteilen wie Praunheim sorgen die Elektrobusse der Metrobus-Linie M60 für eine spürbare Entlastung von Lärm und Abgasen. Bild: © traffiQ Frankfurt am Main, Helmut Vogler

Und die „Elektrifizierung“ geht im kommenden Jahr weiter. Auf der Metrobus-Linie M36 sollen ab Mitte 2022 insgesamt 13 Brennstoffzellenbusse zum Einsatz kommen. Und die Linie 59 stellt in einem Jahr das Dieseln ein.

Doch auch die Dieselbusflotte pflegt einen hohen Umweltstandard. Fast alle Busse erfüllen die anspruchsvollste Norm Euro VI. Bundesweit ist die über 400 Fahrzeuge starke Stadtbusflotte in Frankfurt am Main eine der modernsten und umweltfreundlichsten. Ab Fahrplanwechsel besteht sie zu drei Vierteln (310 Fahrzeuge) aus besonders umweltfreundlichen Euro VI-Bussen. Weitere 57 Busse erfüllen den EEV-Standard. Und insgesamt 41 Elektrobusse ergänzen ab 12. Dezember 2021 die Dieselflotte.

Neue Verbindungen …

… von Griesheim zum Rebstock

Über die heutige Endhaltestelle am Griesheimer Bahnhof hinaus wird die Bus-Linie 54 bis zur Haltestelle „Leonardo-da-Vinci-Allee im Rebstock verlängert. Ziel ist eine direkte, umsteigefreie Verbindung des Stadtteils Griesheim mit dem Entwicklungsgebiet am Römerhof, dem Europaviertel und dem Rebstockbad. Zwischen Griesheim (S1 und S2), dem Europaviertel (künftig U5) und dem Rebstock (Straßenbahn-Linie 17) wird so auch eine Tangentialverbindung geschaffen.

Die Linie 54 wird vom Griesheimer Bahnhof zur Leonardo-da-Vinci-Allee im Rebstock verlängert. Grafik: © traffiQ Frankfurt am Main

Vom Griesheimer Bahnhof folgt die Linie 54 dem Linienweg der Linie 59 durch die Waldschulstraße, unterquert dann in der Oeserstraße die Autobahn A5, um dann über die Straßen Am Römerhof und Zum Rebstockbad die Leonardo-da-Vinci-Allee zu erreichen. In der Hauptverkehrszeiten wird der neue Streckenabschnitt viertelstündlich, ansonsten jede halbe Stunde befahren.

… vom Weißen Stein nach Ginnheim

Ebenfalls verlängert wird die Linie 69 von der heutigen Endhaltestelle „Weißer Stein“ über die Kurhesssenstraße und die U-Bahn-Station „Ginnheim“ zum Markus-Krankenhaus. Neben einer besseren Nahverkehrsanbindung von Eschersheim und Ginnheim wird zugleich eine der letzten Erschließungslücken, die der Nahverkehrsplan in Frankfurt noch festgestellt hat, dem Wohngebiet „Im Fuchshol“, beseitigt.

Die Linie 69 wird von der Haltestelle „Weißer Stein“ über die Kurhessenstraße bis zum Markus-Krankenhaus in Ginnheim verlängert. Grafik: © traffiQ Frankfurt am Main

Auf dem neuen Streckenabschnitt fährt die Linie 69 im üblichen Quartierbusangebot im Halbstundentakt.

Neuer Betreiber in Sachsenhausen und im Gallus

In Frankfurt am Main kommen auf zahlreichen Bus-Linien so genannte Midibusse zum Einsatz. Sie bieten mehr Platz als Kleinbusse, wie sie etwa auf der Linie 25 im Einsatz sind, sind mit einer Länge von etwa zehn Metern aber kürzer als die zwölf Meter langen Standardbusse. Die Linien, auf denen Midibusse eingesetzt werden, werden ab Fahrplanwechsel in einem Linienbündel zusammengefasst. Betreiber des Linienbündels ist das Busunternehmen Transdev Rhein-Main, das bereits auf mehreren Linien (27, 28, 29, 69) im Frankfurter Norden Midibusse betreibt.

Hinzu kommen nun die südlich des Mains verkehrenden Linien 35, 45, 47, 48 und 84. Von DB Regio Bus Mitte auf Transdev Rhein-Main geht auch die mit Standardbussen betriebene Linie 52 über. Sie wird auf Elektrobusse umgestellt. Auf den Midibus-Linien südlich des Mains kommen neue moderne Dieselbusse zum Einsatz, die die strengsten Umweltanforderungen (Euro VI) erfüllen.

Weitere Neuerungen im Detail

U-Bahn

Linie U2: Mehr Platz durch Vier-Wagen-Züge

Bei zwei Kursen, die von besonders vielen Fahrgästen genutzt werden, fahren im morgendlichen Berufsverkehr mit Vier- statt Drei-Wagen-Zügen. In diesen Zügen steigt das Platzangebot damit um ein Drittel auf dann über 700 Sitz- und Stehplätze.

Linie U6 und U7: Alle 10 Minuten bis 21:00 Uhr

Am frühen Abend wird das Angebot auf beiden Linien vereinheitlicht. Montags bis freitags fahren beide Linien von 19:00 Uhr bis 21:00 Uhr jeweils im 10-Minuten-Takt. Bisher verkehrten sie bis 20:00 Uhr alle 7,5 Minuten und dann viertelstündlich.

Auch am Wochenende wird der 10-Minuten-Takt bis 21:00 Uhr verlängert. Erst dann wird auf den Viertelstundentakt gewechselt.

Straßenbahn

Linien 11 und 21: Sonntags schon früher öfter

Zwei Stunden früher als bisher verkehren Linien 11 und 21 sonntags bereits ab etwa 11:00 Uhr alle zehn Minuten. Bislang galt bis etwa 13:00 Uhr der Viertelstundentakt.

Metrobusse

Linie M34: Strafferer Linienweg im Rebstock

Auf dem nachfragestarken M34 wird im Rebstock der Linienweg vorübergehend gestrafft. Wegen des geschlossenen Rebstockbads wird der Schlenker über das Rebstockbad eingespart. Der M34 fährt zwischen den Haltestellen „Messeparkhaus“ und „Leonardo-da-Vinci-Allee“ direkt über die Straße Am Römerhof und spart dadurch zwei Minuten.

Die Haltestellen am Rebstockbad werden weiterhin von der Straßenbahn-Linie 17, der Bus-Linie 50 und – neu – von der Bus-Linie 54 (siehe oben) bedient.

Linie M36: Samstagabends schon früher öfter

Bereits eine Stunde früher, ab etwa 20:30 Uhr, fährt der M36 zwischen „Konstablerwache“ und „Hainer Weg“ im dichteren Takt.

Linie M43: Morgens noch öfter unterwegs

In der morgendlichen Hauptverkehrszeit fährt der M43 schon heute zwischen Bergen und Bornheim alle fünf oder sogar vier Minuten. Die Fahrgastzahlen sind aber so hoch, dass mit vier zusätzlichen Bussen der Takt in den Spitzenstunden noch weiter verdichtet wird.

Busse

Quartierbus-Linien starten sonntags eine Stunde früher

An Sonn- und Feiertagen fahren die Quartierbus-Linien 35, 57, 69, 81, 82, 84 und 87 sowie die Linien 65 und 78 bisher erst ab 12:00 Uhr. Weil auf vielen anderen Linien um 11:00 Uhr ein entscheidender Taktwechsel stattfindet, wird der Betriebsbeginn dieser Linien um eine Stunde vorgezogen.

Linie 25: Öfter von und zur S-Bahn

Zunehmend auch am frühen Nachmittag werden die Kleinbusse von und zum S-Bahnhof Berkersheim gerne genutzt. Daher setzt der Viertelstundentakt an Schultagen bereits ab 13:00 Uhr statt wie bisher ab 15:00 Uhr ein.

Linie 30: Zusätzliche Gelenkbusse an Schultagen

Die Nachfrage steigt auch auf dieser Linie weiter an. Morgens zwischen 7:00 Uhr und 8:00 Uhr werden zwei zusätzliche Fahrten mit Gelenkbussen von Bad Vilbel zur Konstablerwache und weiter zum Hainer Weg angeboten.

Linien 47 und 48: Morgens im gleichen Takt

Zukünftig fahren die Linien 47 und 48 in der morgendlichen Hauptverkehrszeit beide im 10-Minuten-Takt.

Linie 52: Neuer Betreiber und neue Busse

Ab Fahrplanwechsel wird Linie 52 von Transdev Rhein-Main betrieben. Gleichzeitig wird sie auf batterieelektrisch betriebene Busse umgestellt.

Linie 63 und 66: Noch mehr Platz im Schülerverkehr

Montags bis freitags wechseln die beiden Linien schon eine Stunde früher, ab 12:00 Uhr, vom 20- zum 15-Minuten-Takt. Auf dem gemeinsamen Streckenabschnitt fahren dann acht Busse in der Stunde.

An Schultagen werden die mittäglichen Verstärkerfahrten besser mit dem Schulschluss abgestimmt.

Linie 64: Nicht mehr ins Europaviertel

Die Linie 64 fuhr bislang im morgendlichen Berufsverkehr zeitweise über den Hauptbahnhof bis ins Europaviertel. Zukünftig fährt sie nur noch zwischen „Ginnheim“ und „Baseler Platz“. Im Europaviertel verkehrt nun ausschließlich die Metrobus-Linie M46 mit einem verbesserten Angebot (siehe oben).

Linie 87: E- statt Dieselbusse

Die im vergangenen Jahr neu eingeführte Linie 87 zwischen Galluswarte und Briefzentrum wird auf batterieelektrisch betriebene E-Busse umgestellt.

Linie N8: Viertelstündlich durch die Nacht

In den Nächten Sonntag auf Montag bis Donnerstag auf Freitag dient die Nachtbus-Linie N8 als schienennahe Nachtbusverbindung für die U-Bahn-Linie U8, die nur in den Wochenendnächten verkehrt. Der N8 bedient damit eine der stärksten „Achsen“ im Frankfurter Nahverkehrsnetz, auf der tagsüber vier U-Bahn-Linien im Abstand weniger Minuten verkehren.

Zwischen „Südbahnhof“ und „Heddernheim“ wird der N8 von einem 30- auf einen 15-Minuten-Takt verstärkt. Damit ergeben sich deutlich bessere Anschlüsse zu den anderen Nachtbus-Linien, zur S-Bahn-Linie S8 sowie am Südbahnhof.

Haltestellenumbenennungen

Zum Fahrplanwechsel werden die Haltestelle „Rennbahn“ in „DFB-Campus“ und die Haltestelle „DB-Zentrale“ in „Hellerhofschule“ umbenannt.

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