ver.di ruft erneut zum Warnstreik auf

In festgefahrenen Tarifverhandlungen für den öffentlichen Personennahverkehr mit dem kommunalen Arbeitgeberverband hat die Tarifkommission von ver.di Hessen Warnstreiks in verschiedenen Stufen beschlossen. Demnach sollen am Samstag, 21. November 2020, Bahnen und Busse in Hessen bestreikt werden. Außerdem droht die Gewerkschaft mit weiteren Streiks im Advent.

Nach Angaben von ver.di kopple der kommunale Arbeitgeberverband die Übernahme der im öffentlichen Dienst vereinbarten Corona-Prämie für die Beschäftigen im hessischen öffentlichen Nahverkehr an ein nicht annehmbares Gesamtpaket. Im Schnitt würde die hessischen Beschäftigen dann etwa 180 Euro weniger pro Monat erhalten als in den umliegenden Bundesländern.

Schon vor den Verhandlungen am kommenden Dienstag, 24. November 2020, will ver.di ein Zeichen setzen und ruft das Personal der Technik, Werkstätten und Verwaltungen im Geltungsbereich des TV-N Hessen in Frankfurt, Wiesbaden und Kassel für den kommenden Donnerstag und Freitag zum Warnstreik auf.

Darüber hinaus kündigt ver.di für kommenden Samstag, 21. November 2020, Warnstreiks bei U-Bahnen und Straßenbahnen in Frankfurt, Straßenbahnen und Bussen in Kassel sowie Bussen in Wiesbaden und Marburg an.

Sollte der kommunale Arbeitgeberverband in der nächsten Verhandlungsrunde am Dienstag kommender Woche kein deutlich verbessertes Angebot vorlegen, drohen weitere Streiks an den Adventssamstagen.

ver.di fordert in Hessen u. a. die Verschiebung der Entgelttabelle um drei Entgeldgruppen nach oben, die Übernahme der Corona-Prämie aus dem Tarifabschluss des öffentlichen Diensts sowie bis zu fünf Entlastungstage je nach Zugehörigkeit.

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