Vortrag im Karmeliterkloster: Frankfurt entscheidet über die „richtige“ Stadtbahn

In Frankfurt am Main wurde am 4. Oktober 1968 die erste U-Bahn-Linie eröffnet. Fast auf den Tag genau 52 Jahre später spricht Frank Nagel am Montag, 5. Oktober 2020, über die Entscheidungsprozesse, die zu diesem einschneidenden verkehrspolitischen Ereignis führten.

Anfang der 1960er Jahre stand Frankfurt kurz vor dem Verkehrskollaps. Staus und Unfälle, tausende Pendler auf Parkplatzsuche und feststeckende Straßenbahnen bestimmten das tägliche Bild in der Innenstadt.

Verkehr Anfang der 1960er Jahre in der Frankfurter Innenstadt. Bild: © ISG / Kurt Weiner

Mehrere Alternativen wurden überleget, so eine „Alwegbahn“ oberhalb der Straße. Die Verkehrsplaner sahen aber die Lösung des Verkehrschaoses schließlich in der Verlegung der Straßenbahn unter die Straße. Mit dem ersten Rammschlag an der Eschersheimer Landstraße begann am 28. Juni 1963 der U-Bahn-Bau. Gut fünf Jahre später wollten schon am ersten Tag des Fahrbetriebs beinahe 100.000 Frankfurter mit der neuen Bahn von der Hauptwache zum neu eröffneten Nordwestzentrum fahren.

Nagel stellt die Entwicklung von der Untergrund-Straßenbahn zur U-Bahn mit ihren wichtigsten Plänen und Entscheidungen, speziellen Wagen und Abläufen vor.

Der Vortrag ist Teil des Begleitprogramms zur Ausstellung „Bewegte Zeiten: Frankfurt in den 1960er Jahren“. Die Schau zeichnet ein facettenreiches Bild der 1960er Jahre und ist noch bis zum 18. April 2021 im Institut für Stadtgeschichte im Karmeliterkloster zu sehen.

Die Veranstaltung beginnt um 18:00 Uhr im Refektorium des Karmeliterklosters, Münzgasse 9. Die Teilnahme kostet vier Euro, ermäßigt drei Euro. Es besteht die Möglichkeit zur Platzreservierung über das Online-Reservierungsportal auf der Webseite des Instituts im Internet unter http://www.stadtgeschichte-ffm.de.

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