Maßnahmen im ÖPNV gegen die Ausbreitung des Coronavirus

Das Coronavirus bestimmt seit Tagen die Schlagzeilen. Seit heute reagieren auch die Verkehrsunternehmen auf die dynamische Corona-Pandemie mit geschlossenem Vordereinstieg bei den Bussen, automatischem öffnen von Türen und zusätzlichen intensiveren Reinigungen der Fahrzeuge. Zudem kann es von Montag auch zu weiteren Einschränkungen des Betriebs und Fahrtausfällen durch den ausfallenden Schulunterricht kommen.

Kein Vordereinstieg und Fahrkartenverkauf in Linienbussen

Der Empfehlung des RMW folgt die lokale Nahverkehrsgesellschaft traffiQ und hat die Frankfurter Busunternehmen angewiesen, die vordere Einstiegstür bis auf weiteres geschlossen zu halten. Die Fahrgäste werden darüber mit Aushängen an und in den Fahrzeugen informiert. Zum Ein- und Ausstieg stehen die zweite und in den meisten Bussen die dritte Tür zur Verfügung. Damit soll eine eventuelle Übertragung des Virus zwischen Busfahrer und Fahrgast vermieden werden.

Dies hat aber auch zur Folge, dass in den Bussen kein Fahrkartenverkauf mehr stattfindet. Dennoch gilt die Fahrscheinpflicht weiterhin. Deshalb werden die Fahrgäste gebeten Fahrkarten vor Fahrtantritt als Zeitkarte, über die RMV-App oder spätestens bei einem Umstieg an einer Station oder Haltestelle mit Fahrkartenautomat zu erwerben.

Diese Maßnahme gilt im übrigen auch in vielen anderen Städten und Kreisen im RMV-Gebiet.

Verstärkte Fahrzeugreinigung

Die VGF intensiviert die Reinigung ihrer U-Bahnen und Straßenbahnen. Beginnend in der Nacht von Sonntag auf Montag, 15./16. März 2020, werden die Fahrzeuge zusätzlich teilweise desinfiziert. Das heißt, dass neuralgische Stellen wie Haltestangen und -schlaufen oder Türtaster (innen und außen) mit einem viruziden Reinigungsmittel gereinigt werden. Die VGF betont, dass man jeden Tag weitgehend saubere Fahrzeuge auf die Strecke bringe. Aber eine dauerhaft wirksame Desinfizierung ist nicht realistisch. Ebenso ist eine desinfizierte Reiniung im Betrieb wegen des Aufwands unrealistisch.

Automatische Türöffnung

Die VGF geht zudem dazu über, dass das Fahrpersonal insbesondere an Stationen mit hohem Fahrgastaufkommen die Türen automatisch öffnet. So müssen die Fahrgäste die Taster nicht mehr betätigen. Lediglich bei den älteren Niederflurwagen des Typs „R“ und den Hochflurwagen des Typs „Pt“ ist dies nicht möglich. Aber ganz ohne Kontakt bzw. festhalten geht es ohnehin aus Gründen der eigenen Sicherheit in Bahn oder Bus nicht.

Weitere Einschränkungen möglich

Wie hessische Ministerpräsident am späten Freitagnachmittag bekannt gegeben hat, wird der Schulunterricht bis zum Ende der Osterferien am 19. April 2020 ausgesetzt. Die Einrichtungen sollen allerdings offen bleiben, um bestimmten Berufsgruppen die Betreuung schulpflichtiger Kinder zu ermöglichen. Wie die VGF mitteilt, gehören allerdings Mitarbeiter der VGF, z. B. das Fahrpersonal, nach Informationen der Landesregierung keiner dieser Berufsgruppen an.

Im welchen Umfang Fahrten von U-Bahnen und Straßenbahnen ausfallen werden, kann die VGF derzeit nicht vorhersagen. Sofern Informationen vorliegen, sollen diese am Montag bekannt gegeben werden.

Vorsichtsmaßnahmen einhalten

Um Mitreisende sowie Personal bemöglich vor einer Übertragung des Coronavirus zu schützen, sollten alle eine Vorsichtsmaßnahmen einhalten. Es ist aktuell besonders wichtig, die Hygieneregeln wie ausreichend langes und gründliches Händewaschen oder Niesen in die Armbeuge zu beherzigen.

Das nachstehende Video enthält nützliche Informationen über das Coronavirus und Empfehlungen.

Wichtige Informationsquellen über das Virus und dessen Ausbreitung gibt es im Internet beim Bundesministerium für Gesundheit, beim Robert-Koch-Institut, bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung sowie beim Hessischen Ministerium für Soziales und Integration.

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Eine Antwort

  1. Was machen denn ältere Menschen, die keine App haben und es lediglich am Bahnhof Automaten gibt, die für diese Menschen u.U. nicht händelbar sind. Nicht jede Stadt hat Haltestellen mit Automaten.

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