Busfahrer-Streik: Ab Montag Schlichtung

Eine Wende im Tarifstreit der Busfahrer zeichnet sich ab: Die Gewerbschaft Verdi und der Landesverband Hessischer Omnibusunternehmer (LHO) haben sich auf eine Schlichtung ab Montag geeinigt. Bis einschließlich Sonntag wird jedoch weiter gestreikt.

Wie die Gewerkschaft am Nachmittag mitteilte, wurden heute bei einem gemeinsamen Termin die Rahmenbedingungen für den weiteren Verlauf der aktuellen Tarifrunde besprochen und die Leitplanken für eine Schlichtung festgelegt. Als Schlichter habe man sich auf den ehemaligen Geschäftsführer des RMV und heutigen Mobilitätsbeauftragter des hessischen Verkehrsministeriums Volker Sparmann verständigt. Sparmann hatte bereits 2017 an der Schlichtung im Tarifstreit mitgewirkt.

Die Schlichtung und damit auch Friedenspflicht soll am kommenden Montag beginnen. Mit Beginn der Frühschicht werde der Streik unterbrochen und der Betrieb wieder aufgenommen.

Bis dahin müssen sich die Busfahrgäste weiterhin alternative Fahrtmöglichkeiten suchen. Betroffen sind zahlreiche Städte und Landkreise in ganz Hessen. Welche Linien genau vom Streik betroffen sind, hat der RMV auf Internetseite unter www.rmv.de veröffentlicht.

Verdi fordert die Erhöhung des Grundgehalts von jetzt 13,50 Euro auf 16,60 Euro die Stunde sowie die Vergütung der fahrplanmäßigen Pausen und Wendezeiten. Außerdem die Erhöhung des Urlaubs von derzeit 25 auf 30 Tage.

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