Verhandlung gescheitert: Neuer Busfahrer-Streik droht

Wie der Radiosender FFH berichtet, stehen möglicherweise schon ab nächster Woche viele Busse wieder still. Nach der heutigen fünften Runde hat die Gewerkschaft Verdi die Tarifverhandlungen für gescheitert erklärt. Die rund 4.400 Busfahrer werden nun zum unbefristeten Streik aufgerufen. Sie hatten sich in einer Urabstimmung mit großer Mehrheit dafür ausgesprochen.

Dem FFH-Bericht zur Folge habe die Verhandlungsrunde schon holprig begonnen. Die Arbeitgeber wollten sich demnach vorher noch kurz beraten. Daraus wurden fünf lange Stunden. Die dann angebotene Erhöhung des Stundenlohns um zwei Euro in den kommenden vier Jahren war der Gewerkschaft aber zu wenig. Ein Verdi-Sprecher kündigte am Abend an, dass die Streiks zeitnah beginnen sollen – möglicherweise schon in der kommenden Woche.

In einer Urabstimmung hatten sich die Fahrer mit großer Mehrheit von 99,5 Prozent für unbefristete Streiks ausgesprochen. Auch die Nahverkehrsgesellschaft traffiQ hält Streiks für wahrscheinlich und hatte die Fahrgäste bereits gestern vorab über einen möglichen Streik informiert. Zuversichtlich ist auch die Arbeitgeberseite nicht mehr. In einem FFH-Interview sagte der Volker Tuchan, Chef des Landerverbands der Hessischen Omnibusunternehmer (LHO), dass man der Gewerkschaft ein gutes Angebot gemacht habe und man nicht nachvollziehen könne, warum dies zurückgeweisen wurde.

Die Gewerkschaft fordert die Erhöhung des Stundenlohns von derzeit 13,50 Euro auf 16,60 Euro, mehr Urlaubstage und bezahlte Wendezeiten. Zuletzt hatten die Busfahrer am 1. November 2019 die Arbeit niedergelegt.

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3 Antworten

  1. “ Volker Tuchan, Chef des Landerverbands der Hessischen Omnibusunternehmer (LHO), dass man der Gewerkschaft ein gutes Angebot gemacht habe und man nicht nachvollziehen könne, warum dies zurückgeweisen wurde.“

    Das ist wohl ein schlechter Witz oder? In den anderen Bundesländern, sogar in den „Neuen“ werden bereits Löhne um die 17 € gezahlt! Sich auf Fahrerkosten die Taschen vollmachen , das können die!!!

  2. Und das bei den Mieten in Frankfurt. Bei uns in Ingolstadt werden die Mieten auch unerschwinglich und die Arbeit immer mehr. Allerdings haben wir hier den TV-N der einiges beinhaltet.

  3. Solidarische Grüße aus dem Ruhrgebiet #TV-N NW

    Jetzt werden die Herren von ihrem eigenem System -freie Marktwirtschaft- eingeholt!
    Der Markt fördert keine Busfahrer mehr zu Tage und ist somit abgegrast! Wer nicht selber fahren will muss ordentliche/faire Löhne zahlen ansonsten ist Schicht im Schacht, dieses Angebot ist eine Frechheit!

    Klimawende ohne Busfahrer!? Viel Spaß dabei;-)
    Glück Auf und das unsere Gewerkschaften zur alten Stärke zurück finden.

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