Busfahrer stimmen für unbefristete Streiks

In einer Urabstimmung haben sich die Fahrer privater Busunternehmer klar für unbefristete Streiks ausgesprochen. Damit steigt der Druck auf die Arbeitgeber. Am morgigen Donnerstag findet die fünfte Verhandlungsrunde in Frankfurt statt.

Wie hessenschau.de berichtet, drohen neue Streiks bei den privaten Busunternehmen – dieses Mal unbefristet. In einer Urabstimmung haben 99,5 Prozent der Busfahrer mit „ja“ zu unbefristeten Streiks gestimmt, teilte dem Bericht zur Folge die Gewerkschaft Verdi mit. Die Busfahrer seien sehr aufgebracht über das Verhalten der Arbeitgeber, fühlen sich nicht ernst genommen und fragen sich, warum die Arbeitgeber kein verhandlungsfähiges Angebot vorlegten. Die Arbeitgeber seien nun am Zug.

Ohne Einigung bei der nächsten Verhandlungsrunde, die am morgigen Donnerstag in Frankfurt stattfindet, könnten viele Busse in Hessen stillstehen. Das Angebot der Arbeitgeber in der letzten Verhandlungsrunde wies die Gewerkschaft als „unakzeptabel“ zurück. Die Arbeitgeber hatten eine Erhöhung des Stundenlohns in vier Schritten in vier Jahren von derzeit 13,50 Euro auf 15,10 Euro angeboten. Die Gewerkschaft fordert eine Erhöhung auf 16,60 Euro.

Die Nahverkehrsgesellschaft traffiQ und der Rhein-Main-Verkehrsverbund veröffentlichten am Nachmittag eine Vorab-Informationen. Sie bitten die Fahrgäste sich vor Fahrtantritt zu informieren. Insbesondere solle man auf die Radiosender achten, die oft als Erste konkrete Informationen erhalten. Aktuelle Streik-Informationen wolle man so schnell wie möglich auf der Internetseite unter www.rmv-frankfurt.de und am Servicetelefon unter 069 24 24 80 24 bereitstellen.

„Wir möchten unsere Fahrgäste nicht durch voreilige Meldungen verunsichern. Da wir es aber für wahrscheinlich halten, dass es zu weiteren Streiks kommen wird, wollen wir ihnen die Chance bieten, sich rechtzeitig auf Störungen im städtischen Busverkehr einzustellen und sich Alternativen mit S-Bahn, U-Bahn und Straßenbahn zu suchen.“

Klaus Linek, Pressesprecher von traffiQ
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