U-Bahn-Flotte wird um Mittelwagen erweitert

Um den weiter steigenden Fahrgastzahlen gerecht zu werden, hat die VGF beim kanardischen Fahrzeughersteller Bombardier Transportation (BT) 22 Mittelwagen für die U5-Wagen-Flotte bestellt. Die entsprechenden Verträge wurden am vergangenen Donnerstag auf der Innotrans in Berlin unterzeichnet.

Bei den Mittelwagen handelt sich um 25 Meter lange Triebwagen des Typs „Flexity Swift“, die keine Fahrerstände haben und mit Hilfe einer Kurzkupplung in die bestehenden U5-50-Einheiten eingefügt werden können. So entstehen wahlweise 75 oder 100 Meter lange Züge.

In einer solchen U5-Einheit können die neuen Mittelwagen eingefügt werden. U5-50-Einheit 804/803 am 1. Mai 2012 am Abzweig Nordwest. Bild: © Thomas Lusmöller

Verkehrsdezernent Klaus Oesterling zeigte sich sehr zufrieden:

„Stadt und Fahrgastaufkommen wachsen und werden das auch weiterhin tun. Mit der Beschaffung der Mittelteile haben wir eine weitere wichtige Entscheidung für die Zukunft und die zukünftige Leistungsstärke des öffentlichen Verkehrs in Frankfurt getroffen. Wir wollen, daß mehr Menschen auf U- und Straßenbahnen umsteigen, dafür müssen wir natürlich auch die notwendigen Voraussetzungen und Kapazitäten schaffen.“

VGF-Geschäftsführer Michael Rüffer ergänzte:

„Wir können mit diesen Fahrzeugteilen die Kapazität unserer Züge wesentlich erhöhen, ohne zusätzliche Fahrzeug-Verbände einsetzen zu müssen. Dass wir diese Beschaffung mit dem uns bekannten Hersteller Bombardier abwickeln können, ist ein großer Vorteil, schließlich sind die vorhandenen U5-Wagen BT-Fahrzeuge.“

Insgesamt lieferte BT zwischen 2008 und 2017 insgesamt 224 Stadtbahnen des Typs „Flexity Swift“, die in Frankfurt mit der Bezeichnung „U5“ geführt werden. Wie die bisherigen U5-Wagen mit Führerständen sind auch die Mittelwagen rund 25 Meter lang, 2,65 Meter breit und 3,6 Meter hoch. Sie bieten insgesamt 46 Sitz- und 136 Stehplätze. Im Betriebshof- und Werkstattbereich können die Mittelwagen über ausklappbare Hilfsfahrerstände bewegt werden.

Alexander Ketterl, Leiter des Straßenbahn-Geschäfts bei BT, sagt:

„Wir sind stolz darauf, dass die VGF sich beim Ausbau ihrer Mobilitätsangebote erneut für Bombardier entschieden hat. Mit diesem Auftrag setzen wir die langjährige Zusammenarbeit mit der VGF fort und schlagen ein neues Kapitel der gemeinsamen Erfolgsgeschichte auf. Die Fahrgäste können sich auf effiziente, sichere und komfortable Mittelwagen freuen.“

Schon im März 2020 sollen die ersten Mittelwagen nach Frankfurt kommen. Im Frühjahr 2021 soll die Auslieferung abgeschlossen sein. Über die Investionshöhe wurde zwar Stillschweigen vereinbart. Die Frankfurter Neue Presse und die Frankfurter Rundschau berichteten heute aber von rund 57 Millionen Euro.

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